Glossar: Begriffe aus dem DIY-Handel
Von watch.diy · Aktualisiert am
Die 28 Begriffe, die in Gesprächen zwischen Herstellern und Baumärkten wie Hornbach, OBI, Bauhaus und toom immer wieder fallen: jeweils eine kurze Definition, was der Begriff im Baumarkt bedeutet und, wo watch.diy ihn selbst verwendet, wie watch.diy ihn misst. Zu jedem Begriff verlinken wir den Ratgeber, der tiefer geht.
Listung und Sortiment
Listung
Eine Listung ist die Aufnahme eines Artikels in das Sortiment eines Händlers.
Im Baumarkt: Im Baumarkt heißt „gelistet“ zunächst nur, dass der Artikel im Sortiment des Händlers angelegt ist. Ob er in einer bestimmten Filiale im Regal steht, entscheidet sich erst bei der Bestückung der Märkte. Bei Hornbach, OBI, Bauhaus und toom ist ein online gelisteter Artikel deshalb oft nur in einem Teil der Märkte vorrätig.
Mehr dazu: Listungen bei Hornbach, OBI, Bauhaus und toom prüfen: welche Daten es gibt · Quelle: Gabler Wirtschaftslexikon: Listung
Listungsgebühr
Eine Listungsgebühr ist eine Zahlung des Herstellers an den Händler dafür, dass ein Artikel in das Sortiment aufgenommen wird.
Im Baumarkt: Listungsgebühren gehören zu den Konditionen zwischen Hersteller und Händler und sind nicht öffentlich. Das Gabler Wirtschaftslexikon nennt sie den Leistungswettbewerb im Handel gefährdend.
Mehr dazu: Jahresgespräch mit dem Baumarkt vorbereiten: welche Daten Hersteller mitbringen · Quelle: Gabler Wirtschaftslexikon: Listungsgebühr
Neulistung
Eine Neulistung ist die erstmalige Aufnahme eines Artikels in das Sortiment eines Händlers.
Im Baumarkt: Nach der Listungszusage ist der Artikel beim Händler angelegt, aber noch nicht in allen Märkten. Wie schnell er dort ankommt, zeigt die Rollout-Kurve: der Anteil der geöffneten Märkte, in denen der Artikel Woche für Woche vorrätig war. Bleibt sie bei einem Teil der Märkte stehen oder bleibt eine Region leer, stockt der Rollout.
Mehr dazu: Neulistung im Baumarkt verfolgen: Wann ist der Artikel wirklich in den Filialen?
Auslistung(Delisting)
Eine Auslistung ist die Herausnahme eines Artikels aus dem Sortiment eines Händlers.
Im Baumarkt: Eine Auslistung kündigt sich selten offiziell an. Oft ist sie zuerst in den Filialen zu sehen: Ein Markt nach dem anderen hat den Artikel nicht mehr vorrätig, und es kommt kein Nachschub. Später verschwindet die Produktseite aus dem Onlineshop oder der Artikel ist dauerhaft nicht mehr bestellbar. Ein leerer Markt allein kann auch ein Lieferengpass sein.
Bei watch.diy: watch.diy trennt die beiden Ebenen: Ausgelistet ist ein Artikel, den der Händler nicht mehr im Sortiment führt. Das Auslaufen in einzelnen Filialen zeigt sich im Filialbestand.
Mehr dazu: Auslistungen im Baumarkt früh erkennen: Hornbach, OBI, Bauhaus und toom
Sortimentsanteil
Der Sortimentsanteil ist der Anteil der Artikel einer Marke an allen Artikeln, die ein Händler in einer Kategorie führt.
Im Baumarkt: Er ist die einfachste öffentlich sichtbare Näherung an die Stellung einer Marke beim Händler, sagt aber nichts über Verkäufe: Zehn gelistete Artikel, die nur in wenigen Märkten stehen, können weniger bewegen als drei, die überall vorrätig sind.
Mehr dazu: Marktanteil im Baumarkt ohne Kassendaten schätzen: Methoden und Grenzen
Sortimentsüberschneidung
Die Sortimentsüberschneidung ist der Anteil der Artikel, die mehrere Händler gleichzeitig führen, gemessen an derselben Artikelnummer (EAN).
Im Baumarkt: Zwischen Hornbach, OBI, Bauhaus und toom ist sie klein: Von rund 338.000 Markenartikeln in ihren Onlinesortimenten führte nur einer der vier Händler 69 %, alle vier nur 3 % (watch.diy, Stand Juni 2026). Nur die gemeinsamen Artikel lassen sich direkt über Händler hinweg vergleichen.
Mehr dazu: Führen Hornbach, OBI, Bauhaus und toom dieselben Artikel? Sortimente im Vergleich
Saisonartikel
Ein Saisonartikel ist ein Artikel, dessen Nachfrage sich auf wenige Wochen oder Monate im Jahr konzentriert.
Im Baumarkt: Im Baumarkt sind das vor allem Garten-, Hitze- und Wintersortimente, und wann die Spitze kommt, bestimmt das Wetter. Laut BHB lag der Umsatz der Bau- und Heimwerkermärkte in Deutschland im zweiten Quartal 2026 mit 6,46 Mrd. Euro gut 40 % über dem ersten Quartal (4,53 Mrd. Euro). Für Hersteller zählt, ob die Ware vor dem Saisonstart in den Märkten ist und in den Spitzenwochen vorrätig bleibt.
Mehr dazu: Saisonartikel im Baumarkt: Verfügbarkeit in der Saison beobachten · Quelle: BHB, Pressemitteilung Nr. 11/2026 vom 13.08.2026: 1. Halbjahr 2026, Q1 4,53 Mrd. Euro, Q2 6,46 Mrd. Euro (Quelle GfK Total Store Report)
Distribution und Verfügbarkeit
Distributionsgrad(Distribution)
Der Distributionsgrad ist eine Kennzahl für die Verbreitung eines Produkts: die Zahl der Einkaufsstätten, die es tatsächlich anbieten, geteilt durch die Zahl der Einkaufsstätten, die es anbieten könnten.
Im Baumarkt: Für einen Hersteller im DIY-Handel sind die Einkaufsstätten die Filialen eines Händlers: Steht ein Artikel in 180 von 358 OBI-Märkten, liegt der Distributionsgrad bei rund 50 %. Man unterscheidet die numerische und die gewichtete Distribution. Entscheidend ist, was „anbieten“ heißt: Eine Listung im Sortiment bedeutet nicht, dass der Artikel im Markt vorrätig ist.
Mehr dazu: Distributionsgrad im Baumarkt: Benchmark pro Warengruppe bei Hornbach, OBI, Bauhaus und toom · Quelle: Gabler Wirtschaftslexikon: Distributionsgrad (Prof. Dr. Peter Kenning)
Numerische Distribution
Die numerische Distribution ist der Anteil der Filialen, die einen Artikel führen, an allen Filialen, die ihn führen könnten, wobei jede Filiale gleich zählt.
Im Baumarkt: Sie ist die Kennzahl, die sich direkt mit dem Händler besprechen lässt („in 47 Ihrer Märkte fehlt der Artikel“). Vorher festzulegen ist die Basis: alle Märkte oder nur die, für die der Artikel vorgesehen ist, und ob Franchise- und Partnermärkte mitzählen.
Bei watch.diy: Distribution bei watch.diy ist eine numerische Distribution: der Anteil der beobachteten Filialen, in denen ein Artikel im gewählten Zeitraum mindestens einmal vorrätig war.
Mehr dazu: Distribution im Baumarkt messen: numerisch und gewichtet, pro Filiale
Gewichtete Distribution
Die gewichtete Distribution gewichtet jede Filiale mit ihrem Umsatz in der Warengruppe und zeigt so, welchen Teil der Nachfrage einer Kategorie ein Artikel erreicht.
Im Baumarkt: Steht ein Artikel vor allem in großen Märkten, liegt die gewichtete Distribution über der numerischen. Sie braucht Umsätze pro Filiale und Warengruppe, die Hornbach, OBI, Bauhaus und toom nicht veröffentlichen.
Bei watch.diy: watch.diy weist keine gewichtete Distribution aus, weil die Filialumsätze der Händler nicht öffentlich sind.
Mehr dazu: Distribution im Baumarkt messen: numerisch und gewichtet, pro Filiale
Verfügbarkeit
Die Verfügbarkeit ist der Anteil der Zeit, in der ein Artikel in einer Filiale vorrätig war.
Im Baumarkt: Sie ergänzt die Distribution: Die Distribution sagt, in wie vielen Märkten ein Artikel überhaupt vorrätig war, die Verfügbarkeit, wie oft er dort leer war. Ein Artikel kann in allen Märkten geführt werden und trotzdem eine niedrige Verfügbarkeit haben, wenn er regelmäßig ausverkauft ist.
Bei watch.diy: Bei watch.diy ist die Verfügbarkeit der Anteil der Öffnungszeit, in der ein Artikel vorrätig war, gemittelt über die Filialen, in denen er beobachtet wurde.
Mehr dazu: Out-of-Stock im Baumarkt messen: Filialbestand statt Abverkaufsdaten
Out-of-Stock(OOS, Regallücke)
Out-of-Stock (OOS) bezeichnet die Situation, in der ein Artikel im Geschäft nicht oder nicht in ausreichender Menge verfügbar ist.
Im Baumarkt: Im Baumarkt gibt es zwei Formen: Der Artikel hat im Markt keinen Bestand mehr, oder er liegt im Lager, aber nicht im Regal. Die erste Form zeigt sich im Filialbestand, die zweite nur vor Ort. Abverkaufsdaten zeigen ein OOS nur indirekt, als ausbleibenden Verkauf.
Mehr dazu: Out-of-Stock im Baumarkt messen: Filialbestand statt Abverkaufsdaten · Quelle: Munz-LDB, Logistik-Lexikon: Out-of-Stock
OOS-Quote(Out-of-Stock-Quote)
Die OOS-Quote ist der Anteil der nicht verfügbaren Artikel an allen gelisteten Artikeln, zu einem Zeitpunkt oder über einen Zeitraum.
Im Baumarkt: Berechnung: nicht vorrätige gelistete Artikel geteilt durch alle gelisteten Artikel, mal 100. Fehlen in einem Markt 12 von 400 gelisteten Artikeln einer Marke, liegt die OOS-Quote bei 3 %. Für einen einzelnen Artikel ist die Frage umgekehrt: In wie vielen Märkten und wie lange war er nicht vorrätig? Das beantworten Distribution und Verfügbarkeit.
Mehr dazu: Out-of-Stock im Baumarkt messen: Filialbestand statt Abverkaufsdaten · Quelle: TUP, Logistik-Know-how: Out-of-Stock, Messverfahren
Filialbestand(Marktbestand)
Der Filialbestand ist die Menge eines Artikels, die eine einzelne Filiale laut Warenwirtschaft des Händlers vorrätig hat.
Im Baumarkt: Hornbach, OBI, Bauhaus und toom zeigen auf ihren Produktseiten die Verfügbarkeit für einen gewählten Markt, Hornbach auch mit Stückzahl. Die Angabe kommt aus der Warenwirtschaft: Liegt der Artikel im Lager statt im Regal, gilt er trotzdem als vorrätig.
Bei watch.diy: watch.diy beobachtet den Filialbestand täglich in 914 Filialen von Hornbach, OBI, Bauhaus und toom, für Ihre Artikel und die Ihrer Wettbewerber.
Mehr dazu: Listungen bei Hornbach, OBI, Bauhaus und toom prüfen: welche Daten es gibt
Leitregion(Postleitregion, Leitzone)
Eine Leitregion ist das Gebiet, das die ersten zwei Ziffern der deutschen Postleitzahl gemeinsam haben; die erste Ziffer allein bildet die Leitzone.
Im Baumarkt: Für den Vergleich der Verfügbarkeit nach Region eignen sich Leitzonen und Leitregionen gut, weil jede Filiale eine Postleitzahl hat und die Ebenen lückenlos ineinanderpassen. Bundesländer schneiden quer durch Postleitregionen.
Bei watch.diy: watch.diy zeigt Abverkauf und Umsatz nach Leitzone, Leitregion und Filiale.
Mehr dazu: Regionale Verfügbarkeit im Baumarkt: Bestand nach Region und Filiale vergleichen · Quelle: Wikipedia: Postleitzahl (Deutschland)
Abverkauf und Marktanteil
Abverkauf(Sell-out)
Der Abverkauf (Sell-out) ist die Menge eines Artikels, die der Händler an Endkunden verkauft.
Im Baumarkt: Hersteller kennen den Abverkauf nur, wenn der Händler ihn mit ihnen teilt, und dann nur für die eigenen Artikel. Die eigene Fakturierung zeigt den Sell-in, nicht den Abverkauf.
Bei watch.diy: watch.diy schätzt den Abverkauf aus den Veränderungen des täglich beobachteten Filialbestands: Sinkt der Bestand ohne Wareneingang, wurde verkauft. Inventurkorrekturen oder Schwund sehen dabei aus wie Verkäufe.
Mehr dazu: Abverkauf im Baumarkt schätzen: Sell-out pro Artikel und Filiale ohne Kassendaten
Sell-in
Sell-in ist die Menge, die ein Hersteller an den Händler verkauft, also seine Lieferungen an Lager und Märkte des Händlers.
Im Baumarkt: Sell-in und Abverkauf können über Wochen auseinanderlaufen: Ein hoher Sell-in vor der Saison füllt die Märkte, zeigt aber noch nicht, dass die Ware auch verkauft wird.
Mehr dazu: Saisonartikel im Baumarkt: Verfügbarkeit in der Saison beobachten
Marktanteil
Der Marktanteil ist der Anteil eines Unternehmens oder einer Marke am Absatz (mengenmäßig) oder Umsatz (wertmäßig) eines abgegrenzten Marktes.
Im Baumarkt: Für eine Marke im Baumarkt ist der relevante Markt meist eine Kategorie bei einem Händler. Ohne Kassendaten lässt er sich nur schätzen. Für den Gesamtmarkt sind Handelspanels die Referenz: Laut BHB und GfK Total Store Report setzten die Bau- und Heimwerkermärkte in Deutschland 2025 20,58 Mrd. Euro um.
Bei watch.diy: watch.diy weist einen geschätzten Umsatzanteil pro Marke und Händler aus. Er gilt für die beobachteten Artikel und Händler, nicht für den ganzen Markt.
Mehr dazu: Marktanteil im Baumarkt ohne Kassendaten schätzen: Methoden und Grenzen · Quelle: Gabler Wirtschaftslexikon: Marktanteil
Preis und Aktion
Aktionspreis(Angebotspreis, Sonderpreis)
Ein Aktionspreis ist ein befristet gesenkter Verkaufspreis, nach dessen Ende der Artikel zum vorherigen Preis zurückkehrt.
Im Baumarkt: Am sichersten erkennt man ihn im Preisverlauf: Ein Preis, der einige Tage oder Wochen sinkt und dann auf das alte Niveau zurückkehrt, ist eine Aktion; einer, der unten bleibt, eine Preissenkung. OBI und toom bewerben Angebote zusätzlich im Prospekt, der nur für teilnehmende beziehungsweise den gewählten Markt gilt.
Bei watch.diy: watch.diy beobachtet die Online-Preise bei Hornbach, OBI, Bauhaus und toom täglich und zeigt den Preisverlauf jedes Artikels.
Mehr dazu: Aktionspreise bei Hornbach, OBI, Bauhaus und toom erkennen
Streichpreis(Statt-Preis)
Ein Streichpreis ist ein durchgestrichener Vergleichspreis neben dem aktuellen Verkaufspreis.
Im Baumarkt: Gibt ein Händler eine Preisermäßigung bekannt, muss er nach § 11 Preisangabenverordnung den niedrigsten Gesamtpreis der letzten 30 Tage vor der Ermäßigung angeben. Ein durchgestrichener Preis kann aber auch die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers sein; dann zeigt er keine Ermäßigung gegenüber dem eigenen früheren Preis.
Mehr dazu: Aktionspreise bei Hornbach, OBI, Bauhaus und toom erkennen · Quelle: § 11 Preisangabenverordnung (PAngV)
UVP(unverbindliche Preisempfehlung)
Die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) ist ein Verkaufspreis, den ein Hersteller dem Handel für die Weiterveräußerung seiner Markenware empfiehlt.
Im Baumarkt: Händler stellen ihren Preis oft der UVP gegenüber, etwa Hornbach mit „UVP“ neben „Unser Preis“. Ein Abstand zur UVP zeigt, wie der Händler den Artikel positioniert, aber keine befristete Aktion.
Mehr dazu: Aktionspreise bei Hornbach, OBI, Bauhaus und toom erkennen · Quelle: Gabler Wirtschaftslexikon: unverbindliche Preisempfehlung
Dauertiefpreis(Everyday Low Price, EDLP)
Ein Dauertiefpreis ist eine Preisstrategie, bei der ein Händler dauerhaft niedrige Preise statt häufiger befristeter Aktionen setzt.
Im Baumarkt: Hornbach schreibt im Geschäftsbericht 2025/26, das Unternehmen setze auf Dauertiefpreise, statt kurzfristige Rabattaktionen auszuloben. Preisänderungen bei Hornbach sind deshalb anders zu lesen als die Prospektaktionen anderer Ketten.
Mehr dazu: Preisänderungen im Baumarkt überwachen: manuell, Scraper-API oder spezialisierter Anbieter · Quelle: HORNBACH Baumarkt AG, Geschäftsbericht 2025/26, Brief an die Aktionäre (S. 6)
Preisposition(Preisabstand, Preisindex)
Die Preisposition beschreibt, wo der Preis eines Artikels im Verhältnis zu vergleichbaren Artikeln liegt, meist als Preisabstand in Prozent oder als Preisindex mit dem Wettbewerb als Basis 100.
Im Baumarkt: Im Baumarkt wird sie auf zwei Arten gemessen: gegenüber Artikeln anderer Marken im selben Regal eines Händlers und für denselben Artikel (gleiche EAN) über mehrere Händler hinweg. Den Verkaufspreis setzt der Händler; eine UVP des Herstellers ist unverbindlich.
Bei watch.diy: watch.diy zeigt zu jedem Artikel die Artikel anderer Marken in derselben Kategorie des Händlers im Preisband von ±30 %, mit dem Preisabstand in Prozent, und führt Artikel mit derselben EAN über die Händler zusammen.
Mehr dazu: Preisposition im Baumarkt messen: Wo liegt mein Artikel gegenüber dem Wettbewerb? · Quelle: Gabler Wirtschaftslexikon: Preisindex
Handel und Zusammenarbeit
Eigenmarke(Handelsmarke, Private Label)
Eine Eigenmarke (Handelsmarke) ist eine Marke, unter der ein Händler Waren verkauft und deren Eigner er selbst ist.
Im Baumarkt: Für Markenhersteller sind Eigenmarken im selben Regal direkte Wettbewerber. OBI kündigte im Oktober 2025 an, Eigenmarken wie LUX-TOOLS, Jamestown und baliv über alle Länder hinweg stärker aufzustellen; auch toom führt eigene Eigenmarken-Produkte.
Mehr dazu: Wettbewerber im Baumarkt beobachten: Listungen, Preise und Verfügbarkeit fremder Marken · Quelle: Gabler Wirtschaftslexikon: Handelsmarke
Category Management(Warengruppenmanagement)
Category Management ist die Führung von Warengruppen als eigenständige Geschäftseinheiten, die Händler und Hersteller gemeinsam optimieren.
Im Baumarkt: Der Category Manager des Händlers entscheidet über Sortiment, Listungen und Auslistungen einer Warengruppe. OBI stellt seine Sortimente nach eigener Aussage ab 2026 stärker aus einem globalen Category Management heraus zusammen.
Mehr dazu: Auslistungen im Baumarkt früh erkennen: Hornbach, OBI, Bauhaus und toom · Quelle: Gabler Wirtschaftslexikon: Category Management (Prof. Dr. Peter Kenning)
Key Account Management(KAM)
Key Account Management ist die gezielte Betreuung von Schlüsselkunden, die für den Erfolg eines Unternehmens besonders wichtig sind.
Im Baumarkt: Für Hersteller im DIY-Handel sind die großen Baumarktketten typische Key Accounts. Der Key Account Manager verhandelt mit dem Einkauf des Händlers über Listungen, Konditionen und Aktionen und bereitet das Jahresgespräch vor.
Mehr dazu: Jahresgespräch mit dem Baumarkt vorbereiten: welche Daten Hersteller mitbringen · Quelle: Gabler Wirtschaftslexikon: Key Account Management (Prof. Dr. Manfred Kirchgeorg)
Jahresgespräch(Jahresverhandlung)
Das Jahresgespräch ist die jährliche Verhandlung zwischen Hersteller und Händler, in der die Konditionen für die Zusammenarbeit festgelegt werden.
Im Baumarkt: Hersteller bringen dazu Zahlen mit, die der Einkauf nicht schon selbst auf dem Tisch hat: Distribution, Verfügbarkeit, Preisposition, Abverkauf und Listungsänderungen ihrer Artikel, jeweils neben den Wettbewerbsartikeln im selben Regal.
Mehr dazu: Jahresgespräch mit dem Baumarkt vorbereiten: welche Daten Hersteller mitbringen · Quelle: Haucap, Heimeshoff, Thorwarth, Wey (DICE, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf), Ordnungspolitische Perspektiven Nr. 71, 2015
Facing
Ein Facing ist eine sichtbare Frontreihe eines Artikels im Regal; die Zahl der Facings gibt an, wie viel Regalfläche ein Artikel bekommt.
Im Baumarkt: Facings und Platzierung sind nur vor Ort zu sehen, durch den Außendienst oder bei einer Regalbegehung.
Bei watch.diy: watch.diy beobachtet keine Facings: Der Filialbestand zeigt, ob ein Artikel im Markt vorrätig ist, nicht, wie er im Regal steht.
Mehr dazu: Außendienst im Baumarkt steuern: Filialbesuche nach Bestandslücken priorisieren · Quelle: Wikipedia (englisch): Facing (retail)
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Quellen
- Gabler Wirtschaftslexikon: Listung
- Gabler Wirtschaftslexikon: Listungsgebühr
- BHB, Pressemitteilung Nr. 11/2026 vom 13.08.2026: 1. Halbjahr 2026, Q1 4,53 Mrd. Euro, Q2 6,46 Mrd. Euro (Quelle GfK Total Store Report)
- Gabler Wirtschaftslexikon: Distributionsgrad (Prof. Dr. Peter Kenning)
- Munz-LDB, Logistik-Lexikon: Out-of-Stock
- TUP, Logistik-Know-how: Out-of-Stock, Messverfahren
- Wikipedia: Postleitzahl (Deutschland)
- Gabler Wirtschaftslexikon: Marktanteil
- § 11 Preisangabenverordnung (PAngV)
- Gabler Wirtschaftslexikon: unverbindliche Preisempfehlung
- HORNBACH Baumarkt AG, Geschäftsbericht 2025/26, Brief an die Aktionäre (S. 6)
- Gabler Wirtschaftslexikon: Preisindex
- Gabler Wirtschaftslexikon: Handelsmarke
- Gabler Wirtschaftslexikon: Category Management (Prof. Dr. Peter Kenning)
- Gabler Wirtschaftslexikon: Key Account Management (Prof. Dr. Manfred Kirchgeorg)
- Haucap, Heimeshoff, Thorwarth, Wey (DICE, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf), Ordnungspolitische Perspektiven Nr. 71, 2015
- Wikipedia (englisch): Facing (retail)