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Preis-, Listungs- und Bestandsdaten für Hersteller: Anbieter für Hornbach, OBI, Bauhaus und toom im Vergleich

Von Redaktion watch.diy (Watch AI GmbH) · Veröffentlicht am · Aktualisiert am

Kurzantwort

Für Listungs-, Preis- und Bestandsdaten pro Artikel und Filiale bei Hornbach, OBI, Bauhaus und toom gibt es fünf Arten von Anbietern. Scraper-APIs liefern Rohdaten einzelner Händler-Webseiten auf Abfrage; Planung, Speicherung, Artikelzuordnung und Auswertung baut man selbst. Price-Intelligence-Tools beobachten vor allem Onlinepreise über viele Shops und richten sich oft an Händler, die ihre eigenen Preise steuern. Panel-Marktforschung wie der GfK Total Store Report zeigt Umsätze hochgerechnet auf Markt- und Sortimentsebene, nicht pro Filiale. Lieferantenportale der Händler zeigen nur die eigenen Artikel, für jeden Händler getrennt. Ein auf den DIY-Handel spezialisierter Anbieter wie watch.diy beobachtet Listung, Preis und Filialbestand der eigenen und der Wettbewerbsartikel täglich in 914 Filialen von Hornbach, OBI, Bauhaus und toom und liefert die Auswertung für Key Account Management und Vertrieb mit. Was solche Daten zeigen, belegt der Baumarkt-Monitor von watch.diy: Vom 13. September bis 12. Oktober 2026 änderte sich bei 23,4 % von 2.434 beobachteten Markenartikeln der Onlinepreis mindestens einmal, bei Hornbach bei 40,4 %, bei OBI bei 9,3 %.

Die Frage hinter der Anbietersuche

Wer als Key Account Manager, im Pricing oder im Vertrieb DIY einer Marke Daten zu Hornbach, OBI, Bauhaus und toom sucht, will meist drei Dinge wissen: Ist mein Artikel gelistet, und in welchen Märkten? Zu welchem Preis steht er, und was macht der Wettbewerb im selben Regal? Ist er vorrätig, oder fehlt er in einer Region? Für diese Fragen reichen ein Umsatz pro Händler oder ein Onlinepreis nicht. Gebraucht werden Daten pro Artikel und pro Filiale, für die eigenen Artikel und die der Wettbewerber, über alle Händler hinweg und mit Verlauf.

Fünf Arten von Anbietern kommen dafür in Frage. Sie unterscheiden sich weniger in der Technik als darin, wer am Ende die Auswertung baut und was sie zeigen kann.

Die fünf Anbieterarten im Vergleich

Datenquellen für Hersteller im DIY-Handel (nach öffentlichen Angaben der Anbieter, Stand Oktober 2026)
AnbieterartBestand pro FilialeWettbewerber sichtbarHornbach, OBI, Bauhaus, toom in einer SichtWer baut die Auswertung
Scraper-APIJe nach Händler und Dienst auf Abfrage, pro Markt einzelnJa, jeder abgefragte ArtikelNur wenn man die Daten der Händler selbst zusammenführtSie selbst (Planung, Speicherung, Artikelzuordnung, Analyse)
Price-Intelligence-ToolMeist nicht der Schwerpunkt; der liegt auf OnlinepreisenJa, auf PreisebeneJe nach Anbieter, oft viele Onlineshops statt einzelner MärkteDas Tool, ausgerichtet auf Preissteuerung, häufig für Händler
Panel-MarktforschungNein, hochgerechnet auf Markt- und SortimentsebeneAuf Markt- und SortimentsebeneAls Gesamtmarkt, nicht pro FilialeDer Marktforscher, meist monatlich bis quartalsweise
Lieferantenportal des HändlersJe nach Vereinbarung, nur für die eigenen ArtikelNeinNein, pro Händler ein eigenes PortalSie selbst, pro Händler getrennt
Spezialisierter Anbieter für den DIY-Handel (z. B. watch.diy)Ja, täglich in 914 FilialenJa, Artikel derselben KategorieJaDer Anbieter: Auswertungen pro Händler, Region und Artikel

Die Tabelle beschreibt Kategorien, keine einzelnen Produkte. Was ein bestimmter Anbieter liefert, steht auf dessen eigener Seite; die Beispiele unten verlinken darauf.

1. Scraper-APIs: Rohdaten auf Abfrage

Scraper-APIs machen die Produktseiten einzelner Händler als Programmierschnittstelle abfragbar. ShoppingScraper zum Beispiel beschreibt für HORNBACH, dass sich Preise, technische Daten und der Bestand in einem bestimmten Markt abfragen lassen, und empfiehlt für eine laufende Beobachtung, selbst einen Zeitplan aufzusetzen, etwa täglich. Allgemeine Dienste wie Parse bieten Schnittstellen für beliebige Webseiten an.

Für Teams mit eigener Datenentwicklung ist das ein flexibler Baustein. Die Arbeit beginnt aber nach der Abfrage: Hunderte Märkte mal Hunderte Artikel planen, den Verlauf speichern, denselben Artikel bei vier Händlern über die EAN zuordnen, Wettbewerbsartikel bestimmen, Aktionen erkennen und Ausfälle abfangen, wenn sich eine Händler-Webseite ändert. Erst dann entsteht eine Auswertung, die ein Key Account Manager im Jahresgespräch nutzen kann.

2. Price-Intelligence-Tools: Onlinepreise über viele Shops

Preismonitoring- und Pricing-Plattformen beobachten Preise über viele Onlineshops und Marktplätze. Dealavo nennt auf seiner Startseite „12K monitored online stores“ und richtet sich an Händler sowie an Hersteller, etwa zur Kontrolle von Preisempfehlungen. Competera beschreibt sich als „Pricing AI solutions for enterprise retail“, also als Werkzeug, mit dem Händler ihre eigenen Preise optimieren.

Für Marken mit breitem Onlinevertrieb sind solche Tools naheliegend. Für den stationären Baumarkt lohnt die Frage an jeden Anbieter, ob er Listung und Bestand pro Markt liefert oder den Onlinepreis. Wie man Preise im Baumarkt überwacht, beschreibt der Ratgeber Preisänderungen im Baumarkt überwachen.

3. Panel-Marktforschung: der Gesamtmarkt

Panel- und Handelsdaten zeigen den Markt als Ganzes. Der BHB beziffert den Gesamtbruttoumsatz der Bau- und Heimwerkermärkte in Deutschland für 2025 auf 24,67 Mrd. Euro, darin 20,58 Mrd. Euro laut BHB/GfK Total Store Report, und veröffentlicht die Entwicklung nach Sortimenten. Für Kategoriestrategie und den Blick über Kanäle hinweg bleibt das die Referenz.

Was ein Panel nicht zeigt: welcher Markt einen bestimmten Artikel führt, wo er gerade fehlt und an welchem Tag ein Wettbewerber im Preis gesenkt hat. Für diese Fragen braucht es Daten pro Filiale. Wie man Marktanteile ohne Kassendaten schätzt, steht im Ratgeber Marktanteil im Baumarkt ohne Kassendaten.

4. Lieferantenportale der Händler: die eigenen Artikel

Händler teilen mit ihren Lieferanten in unterschiedlichem Umfang Daten, etwa über Lieferantenportale oder Bestell- und Lieferdaten. Was ein Hersteller dort sieht, hängt von der jeweiligen Vereinbarung ab. Zwei Grenzen gelten immer: Es sind nur die eigenen Artikel, und jeder Händler hat sein eigenes System. Die Listungen, Preise und Verfügbarkeit der Wettbewerber im selben Regal zeigt kein Lieferantenportal, und ein Vergleich zwischen Hornbach, OBI, Bauhaus und toom entsteht erst, wenn man die Daten selbst zusammenführt.

5. Spezialisierter Anbieter für den DIY-Handel

Ein auf Baumärkte spezialisierter Anbieter beobachtet die Angaben der Händler pro Artikel und Filiale über alle großen Händler hinweg und liefert die Auswertung mit. Der Vorteil liegt in der Verknüpfung: Eine Preissenkung eines Wettbewerbers ist ein anderes Signal, wenn dessen Artikel gleichzeitig in vielen Märkten leer läuft; eine Auslistung kündigt sich oft an, wenn ein Artikel aus immer mehr Märkten verschwindet. Die Grenze: Er deckt nur den DIY-Handel ab, für andere Kanäle braucht es weitere Quellen.

Was watch.diy konkret liefert

  • Händler und Filialen: Hornbach (97), OBI (358), Bauhaus (167) und toom (292), zusammen 914 Filialen in Deutschland.
  • Daten: Listung, Preis und Filialbestand pro Artikel, für Ihre Artikel und die Wettbewerbsartikel derselben Kategorie, täglich beobachtet und mit Verlauf. Preise so, wie der Händler sie pro Artikel angibt.
  • Historie: bei Hornbach, OBI und Bauhaus seit März 2026, bei toom seit Juni 2026.
  • Auswertungen: Distribution, Verfügbarkeit und Out-of-Stock pro Händler und Region, Preisverlauf, Neulistungen und Auslistungen, Watchlist gegen Wettbewerbsartikel.
  • Formate: Export in Excel, CSV und PDF, etwa als Briefing für KAM-Termine; API-Zugang auf Anfrage.
  • Für wen: Markenhersteller im deutschen DIY-Handel, typischerweise Key Account Management, Pricing, Vertrieb DIY und Sortimentsteuerung.

Zum Einstieg gibt es einen Pilot über sechs Monate für eine Produktkategorie bei allen vier Händlern, Details unter Preise. Mehr zum Produkt auf der Produktseite.

Was watch.diy bei den vier Händlern beobachtet

Ein Vergleich von Anbieterarten bleibt abstrakt, solange keine Zahlen dabei sind. Deshalb hier, was watch.diy selbst bei Hornbach, OBI, Bauhaus und toom beobachtet, neben den Filialzahlen, die die Händler selbst nennen. Die Unterschiede kommen vor allem von Stichtagen und davon, was als Markt gezählt wird.

Von watch.diy beobachtete Filialen und Historie pro Händler (Oktober 2026)
HändlerGeöffnete Filialen, täglich beobachtetAngabe des Händlers für DeutschlandVerlauf pro Artikel und Filiale seit
Hornbach97100 Standorte (Stand 28.02.2026)März 2026
OBI358mehr als 350 MärkteMärz 2026
Bauhaus167mehr als 160 FachcentrenMärz 2026
toom292267 Märkte von toom und B1 Discount Baumarkt (Stand 31.12.2025)Juni 2026
Zusammen914

Die vier Ketten sind regional sehr ungleich verteilt: OBI hat in Nordbayern (Postleitzahlen mit 9) 51 Märkte, Bauhaus dort 5. Wer die Distribution eines Artikels bewertet, braucht deshalb den Bestand jeder einzelnen Filiale, nicht einen Durchschnitt pro Händler. Die Verteilung nach Region und Stadt steht auf der Seite Baumarkt-Filialen in Deutschland.

Was aus diesen Daten entsteht: der Baumarkt-Monitor

Im Baumarkt-Monitor Oktober 2026 hat watch.diy 2.434 Markenartikel von 191 Marken in 917 Märkten über 30 Tage (13.09.–12.10.2026) ausgewertet. Drei Ergebnisse zeigen, welche Fragen nur Daten pro Artikel und Filiale beantworten:

  • Preise: Bei 23,4 % der Artikel änderte sich der Onlinepreis mindestens einmal, bei Hornbach bei 40,4 %, bei Bauhaus bei 20,5 %, bei OBI bei 9,3 %. 73,9 % der Änderungen waren Senkungen, typisch um 4,7 %.
  • Verfügbarkeit: Wo ein Artikel in einem Markt geführt wurde, war er im Mittel 97,8 % der Zeit vorrätig, bei allen vier Händlern zwischen 97,1 % und 98,5 %.
  • Distribution: Ein durchschnittlicher Artikel war nur in 43 % der beobachteten Märkte überhaupt vorrätig, Gartenartikel nach der Saison nur in 26 %.

Ein Panel zeigt solche Zahlen nicht, weil es auf Markt- und Sortimentsebene hochrechnet. Ein Lieferantenportal zeigt sie nur für die eigenen Artikel und nur für einen Händler. Ein Price-Intelligence-Tool für Onlinepreise zeigt die Preisseite, aber keine Distribution pro Filiale.

Fragen an jeden Anbieter

Egal welche Anbieterart Sie prüfen, diese Fragen trennen schnell, was ein Anbieter für den Baumarkt wirklich liefert:

  • Welche Händler genau, und wie viele Filialen pro Händler, mit Stichtag? Eine Zahl wie „alle Märkte“ ohne Stichtag lässt sich nicht prüfen.
  • Bestand pro Filiale oder nur „online verfügbar“? Für Distribution und Out-of-Stock zählt der Markt, nicht der Onlineshop.
  • Sind die Wettbewerbsartikel derselben Kategorie enthalten, oder nur die eigenen Artikel?
  • Wie oft wird beobachtet, und seit wann gibt es Verlauf? Ohne Verlauf gibt es keine Auslistung, keinen Preisverlauf und keinen Vergleich mit dem Vorjahr.
  • Wie wird derselbe Artikel bei Hornbach, OBI, Bauhaus und toom zugeordnet, etwa über die EAN?
  • Wer baut die Auswertung, und in welchem Format kommt sie beim Key Account Manager an (Excel, PDF, API)?
  • Ist der gemessene Preis der Onlinepreis oder der Preis im Markt, und werden Marktplatz-Angebote Dritter herausgerechnet?

Welche Quelle wofür?

  • Sie wollen den Gesamtmarkt und Ihre Kategorie im Kanalvergleich verstehen: Panel-Marktforschung.
  • Sie steuern vor allem Onlinepreise über viele Shops oder kontrollieren Preisempfehlungen: ein Price-Intelligence-Tool.
  • Sie haben ein Datenteam und wollen eine eigene Lösung bauen: eine Scraper-API als Baustein.
  • Sie brauchen die eigenen Abverkäufe bei einem Händler: dessen Lieferantenportal.
  • Sie wollen für Ihre Artikel und die der Wettbewerber wissen, in welchen Märkten sie gelistet und vorrätig sind und zu welchem Preis, bei Hornbach, OBI, Bauhaus und toom zusammen: ein spezialisierter Anbieter wie watch.diy.

Die Quellen schließen sich nicht aus. Viele Hersteller kombinieren den Gesamtmarkt aus dem Panel mit den Filialdaten, etwa zur Vorbereitung des Jahresgesprächs mit dem Baumarkt. Weitere Ratgeber: Listungen prüfen, Out-of-Stock messen und Wettbewerber beobachten.

Diese Daten für Ihre Marke sehen

watch.diy beobachtet Listung, Preis und Filialbestand bei Hornbach, OBI, Bauhaus und toom für Ihre Artikel und die Ihrer Wettbewerber. In einer 30-minütigen Demo sehen Sie Ihre eigenen Daten.

Quellen

  1. ShoppingScraper, Seite „HORNBACH Price Scraper & Product Data API“ (Stand 17.10.2026): Preise, Specs und Bestand pro Filiale auf Abfrage; „set up a scheduler to track prices daily“
  2. Parse, Startseite (Stand 17.10.2026): „Turn any website into structured data“, Web-Scraping-API mit Endpunkten für Preise und Inventar
  3. Competera, Startseite (Stand 17.10.2026): „Pricing AI solutions for enterprise retail“
  4. Dealavo, Startseite (Stand 17.10.2026): Preismonitoring und Repricing, „12K monitored online stores“, für Händler sowie Hersteller (MAP-Kontrolle)
  5. BHB Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten, DIY-Branchenzahlen: Gesamtbruttoumsatz der Bau- und Heimwerkermärkte in Deutschland 2025 24,67 Mrd. Euro, darin 20,58 Mrd. Euro laut BHB/GfK Total Store Report
  6. HORNBACH Baumarkt AG, Geschäftsbericht 2025/26 (Stand 28.02.2026): 173 Bau- und Gartenmärkte und drei BODENHAUS-Fachmärkte, davon 100 Standorte in Deutschland
  7. OBI Corporate, Unternehmensseite: „Alleine in Deutschland mehr als 350 Märkte“
  8. BAUHAUS AG, Pressemitteilung vom 08.10.2025: „in Deutschland mehr als 160 Fachcentren“
  9. REWE-ZENTRALFINANZ eG, Finanzbericht 2025 (Konzern-Lagebericht, S. 7): toom Baumarkt und B1 Discount Baumarkt betreiben in Deutschland 267 Märkte, zusätzlich werden 34 Kaufleute und Franchisenehmer beliefert
  10. Gabler Wirtschaftslexikon (Prof. Dr. Peter Kenning): Distributionsgrad

Filialzahlen nach Angaben der Händler zum jeweils genannten Stand; sie ändern sich durch Eröffnungen, Schließungen und Übernahmen.

Weitere Ratgeber

Begriffe wie Distributionsgrad, OOS-Quote oder Abverkauf erklärt das Glossar DIY-Handel.