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Baumarkt-Monitor Oktober 2026: Wie oft ändern Baumärkte Preise, und wie verfügbar sind Markenartikel?

Von Redaktion watch.diy (Watch AI GmbH) · Veröffentlicht am

Kurzantwort

Im Zeitraum vom 13. September bis 12. Oktober 2026 hat sich bei 23,4 % der beobachteten Markenartikel bei Hornbach, OBI und Bauhaus der Onlinepreis mindestens einmal geändert, fast immer genau einmal. 73,9 % der Änderungen waren Senkungen, die typische Änderung (Median) lag bei 4,7 %. Am häufigsten änderten sich die Preise bei Hornbach (40,4 % der Artikel), dann Bauhaus (20,5 %) und OBI (9,3 %). Wo ein Artikel in einem Markt vorrätig war, war er im Mittel 97,8 % der Zeit verfügbar, bei allen vier Händlern einschließlich toom zwischen 97,1 % und 98,5 %. Die größere Lücke ist die Distribution: Ein durchschnittlicher Artikel war nur in 43 % der beobachteten Märkte überhaupt vorrätig. Grundlage sind 2.434 Markenartikel von 191 Marken in 917 Märkten, die watch.diy täglich beobachtet (Quelle: watch.diy Baumarkt-Monitor, Oktober 2026).

Datenbasis

watch.diy beobachtet täglich Listung, Preis und Filialbestand bei Hornbach, OBI, Bauhaus und toom. Für diesen Monitor zählen die 30 Tage vom 13. September bis 12. Oktober 2026:

  • 2.434 Markenartikel von 191 Marken in 917 Märkten, rund 541.000 Kombinationen aus Artikel und Markt. Berücksichtigt sind Artikel, die in mindestens 20 Märkten beobachtet wurden.
  • Für die Preiskennzahlen: 1.173 Artikel bei Hornbach, OBI und Bauhaus mit einem Preis an mindestens 25 der 30 Tage. Gemessen wird der Onlinepreis.
  • Marktplatzangebote von Drittanbietern sind nicht enthalten.

Die Auswahl ist keine Zufallsstichprobe aus dem Baumarktsortiment. Es sind die Artikel, die Hersteller mit watch.diy beobachten, vor allem aus Gartengeräten, Elektroinstallation, Baustoffen, Farben, Pflanzenpflege und Sanitär. Die Zahlen beschreiben also beobachtete Markenartikel dieser Warengruppen, nicht den Baumarkt insgesamt. Das gilt besonders für Vergleiche zwischen Händlern: Bei jedem Händler sind es andere Artikel.

1. Wie oft ändern Baumärkte Preise?

Preisänderungen, beobachtete Markenartikel, 13.09.–12.10.2026
KennzahlWert
Artikel mit mindestens einer Preisänderung in 30 Tagen23,4 %
davon Artikel mit zwei oder mehr Änderungen13 von 274
Anteil der Änderungen, die Senkungen waren73,9 %
Typische Änderung (Median, Betrag)4,7 %
Änderungen innerhalb von ±10 %80,7 %

Baumarktpreise sind ruhiger, als viele erwarten. Drei von vier Markenartikeln hatten einen Monat lang denselben Onlinepreis. Wenn sich etwas bewegt, dann meist einmal und in kleinen Schritten, und meist nach unten.

Zwischen den Händlern gibt es deutliche Unterschiede:

Preisänderungen nach Händler, 13.09.–12.10.2026
HändlerArtikelmit PreisänderungÄnderungen, die Senkungen waren
Hornbach41840,4 %83 %
Bauhaus31220,5 %75 %
OBI4439,3 %44 %
toom–in dieser Ausgabe nicht ausgewiesen–

Hornbach änderte bei gut doppelt so vielen Artikeln den Preis wie Bauhaus und bei mehr als viermal so vielen wie OBI, meist nach unten. Bei OBI waren Preisänderungen selten, und wenn, dann überwogen Erhöhungen. Ein Grund ist das Saisonende: Anfang Oktober stiegen bei einzelnen Mährobotern die Preise wieder, nachdem sie zuvor gesenkt waren.

Weil bei jedem Händler andere Artikel beobachtet werden, haben wir die Rangfolge an denselben Artikeln gegengeprüft. Bei den 38 Artikeln, die bei allen drei Händlern an mindestens 25 Tagen einen Preis hatten, änderte sich der Preis bei Hornbach und bei Bauhaus jeweils bei 36,8 %, bei OBI bei keinem. Dass OBI die Preise am seltensten ändert, gilt also auch für identische Artikel; zwischen Hornbach und Bauhaus ist der Abstand dort kleiner.

Preisänderungen kommen gebündelt: In der Woche ab 14. September änderte sich bei 13 % der Artikel der Preis, in der Woche ab 5. Oktober bei 2 %. Wer Preise nur einmal im Quartal prüft, sieht solche Wechsel oft erst, wenn der Wettbewerber schon reagiert hat.

2. Wie hoch ist die Regalverfügbarkeit im Baumarkt?

Verfügbarkeit und Distribution, beobachtete Markenartikel, 13.09.–12.10.2026
KennzahlWert
Verfügbarkeit dort, wo der Artikel im Markt vorrätig war97,8 % der Zeit
davon Kombinationen unter 90 % Verfügbarkeit4,4 %
Durchschnittlicher Distributionsgrad (Anteil der Märkte mit Bestand)43 %
Artikel ohne Bestand in irgendeinem beobachteten Marktrund ein Viertel (23 %)

Die übliche Frage nach der „Out-of-Stock-Quote“ führt hier in die Irre. Wo ein Markt einen Artikel führt, ist er fast immer da. Das gilt für alle vier Händler gleichermaßen: Bei Hornbach, OBI, Bauhaus und toom lag die Verfügbarkeit dort, wo der Artikel vorrätig war, zwischen 97,1 % und 98,5 %. Die Abstände sind so klein, dass wir daraus keine Rangfolge ableiten.

Der Hebel für Hersteller ist die Distribution. Ein typischer beobachteter Artikel liegt in weniger als der Hälfte der Märkte. Rund ein Viertel war im ganzen Monat in keinem Markt vorrätig: zum Beispiel reine Onlineartikel, auslaufende Artikel oder Artikel, die die Märkte nicht im Regal führen. Welcher Fall vorliegt, zeigt erst der Blick auf den einzelnen Artikel. Einen Vergleich der Distribution zwischen Händlern weisen wir nicht aus: Er hängt vor allem davon ab, welche Artikel bei welchem Händler beobachtet werden.

3. Saisonware nach der Saison

Gartenartikel (Gartengeräte, Pflanzen, Grill, Bewässerung) lagen im Beobachtungszeitraum im Schnitt nur in 26 % der Märkte vor, andere Warengruppen in 46 %. Die Verfügbarkeit dort, wo Gartenartikel noch im Markt standen, lag mit 97,5 % fast gleichauf mit dem Rest (97,8 %). Saisonware läuft im Herbst also kaum im Regal leer. Sie ist in immer weniger Märkten vorrätig. Werte für weitere Warengruppen zeigt der Distributionsgrad-Benchmark.

Was heißt das für Key Accounts?

  • Distribution vor OOS prüfen. Im Jahresgespräch zählt zuerst, in wie vielen Märkten ein Artikel tatsächlich steht, dann erst, ob er dort vorrätig ist.
  • Preise händlerspezifisch beobachten. Bei Hornbach bewegt sich der Preis eines Artikels in einem Monat deutlich häufiger als bei OBI. Ein Prüfrhythmus für alle Händler passt deshalb selten.
  • Saisonwechsel im Blick behalten. Preisänderungen kommen gebündelt, Gartenware verschwindet nach der Saison aus vielen Märkten.
  • Null-Bestand-Artikel einzeln klären. Ein Artikel ohne Bestand in allen Märkten ist entweder bewusst online-only oder ein Distributionsproblem. Das sollte man wissen, bevor der Händler fragt.

Begriffe wie Distributionsgrad und OOS-Quote erklärt das Glossar. Wie man sie für die eigenen Artikel misst, zeigen die Ratgeber zu Out-of-Stock, Distribution und Preisänderungen; an welchem Wochentag sich Preise ändern, zeigt Wann ändern Baumärkte Preise?, welcher Händler bei gleichen Artikeln günstiger ist, zeigt Welcher Baumarkt ist günstiger?. Für Ihre eigenen Artikel zeigt watch.diy dieselben Kennzahlen pro Händler und Filiale, mehr auf der Produktseite.

Zitieren mit Quelle „watch.diy Baumarkt-Monitor, Oktober 2026“ und Link auf diese Seite.

English version: DIY Retail Monitor October 2026

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Quellen

  1. Gabler Wirtschaftslexikon (Prof. Dr. Peter Kenning): Distributionsgrad
  2. HORNBACH Baumarkt AG, Geschäftsbericht 2025/26 (Stand 28.02.2026): 173 Bau- und Gartenmärkte und drei BODENHAUS-Fachmärkte, davon 100 Standorte in Deutschland
  3. OBI Corporate, Unternehmensseite: „Alleine in Deutschland mehr als 350 Märkte“
  4. BAUHAUS AG, Pressemitteilung vom 08.10.2025: „in Deutschland mehr als 160 Fachcentren“
  5. REWE-ZENTRALFINANZ eG, Finanzbericht 2025 (Konzern-Lagebericht, S. 7): toom Baumarkt und B1 Discount Baumarkt betreiben in Deutschland 267 Märkte, zusätzlich werden 34 Kaufleute und Franchisenehmer beliefert
  6. BHB Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten, Jahrespressekonferenz 2026: 2.004 Baumarkt-Standorte in Deutschland 2025 (Quelle gemaba)

Filialzahlen nach Angaben der Händler zum jeweils genannten Stand; sie ändern sich durch Eröffnungen, Schließungen und Übernahmen.

Weitere Ratgeber

Begriffe wie Distributionsgrad, OOS-Quote oder Abverkauf erklärt das Glossar DIY-Handel.