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Wann ändern Baumärkte Preise, und an welchem Wochentag fehlt Ware? Eigene Zahlen für Hornbach, OBI, Bauhaus und toom

Von Redaktion watch.diy (Watch AI GmbH) · Veröffentlicht am

Kurzantwort

Baumärkte ändern ihre Onlinepreise überwiegend am Wochenanfang: Von 811 Preisänderungen, die watch.diy vom 29. Juni bis 14. Oktober 2026 bei 3.405 beobachteten Markenartikeln von Hornbach, OBI und Bauhaus gesehen hat, fielen 85 % auf Montag, Dienstag oder Mittwoch, nur 6 % auf Freitag und Samstag. Das gilt in beiden Hälften des Zeitraums (88 % und 84 %). OBI ändert vor allem montags (72 % der OBI-Änderungen, an jedem der 13 Montage mindestens eine); Hornbach ändert selten und dann in einzelnen Runden ohne festen Wochentag. Rund zwei Drittel aller Änderungen fielen auf nur fünf Tage je Hälfte. Für Bestandslücken gibt es dagegen keinen Wochentag: Der Anteil der Fehltage lag bei 2.441 beobachteten Markenartikeln in 917 Märkten von Hornbach, OBI, Bauhaus und toom an jedem Wochentag zwischen 2,9 % und 3,2 %. Lücken steuert man deshalb nach Markt und Dauer, Preise der Wettbewerber prüft man am besten am Wochenanfang (Quelle: watch.diy, Oktober 2026).

An welchem Wochentag ändern Baumärkte ihre Preise?

Überwiegend am Wochenanfang. Von 811 Preisänderungen, die watch.diy vom 29. Juni bis 14. Oktober 2026 bei 3.405 beobachteten Markenartikeln von Hornbach, OBI und Bauhaus gesehen hat, fielen 85 % auf Montag, Dienstag oder Mittwoch. Freitag und Samstag kamen zusammen auf 6 %, der Samstag allein auf 2 %. Eine Änderung, die zwischen Samstag und Montag wirksam wurde, zählt dabei zum Montag. Gemessen ist der Onlinepreis des Händlers.

Anteil der Preisänderungen je Wochentag: beobachtete Markenartikel bei Hornbach, OBI und Bauhaus (Quelle: watch.diy)
ZeitraumÄnderungenMoDiMiDoFrSaMo–Mi
29.06.–31.08.202618054 %6 %28 %1 %9 %2 %88 %
01.09.–14.10.202663132 %42 %10 %11 %3 %2 %84 %
Gesamt81136 %34 %14 %9 %4 %2 %85 %

Wir haben den Zeitraum in zwei Hälften geteilt und nur veröffentlicht, was in beiden Hälften gilt. Der Schwerpunkt Montag bis Mittwoch hält in beiden (88 % und 84 %), auch wenn man in jeder Hälfte den Tag mit den meisten Änderungen herausnimmt (85 % und 74 %). Welcher dieser drei Tage vorn liegt, hält dagegen nicht: Der hohe Dienstag der zweiten Hälfte geht fast vollständig auf eine einzige Preisrunde bei Hornbach am 15. September zurück.

Ändern alle Händler am selben Tag?

Nein. Die drei Ketten folgen unterschiedlichen Mustern, und nur eines davon ist an einen festen Wochentag gebunden:

  • OBI ändert Preise vor allem montags: 72 % der beobachteten OBI-Preisänderungen fielen auf einen Montag (80 % in der ersten, 65 % in der zweiten Hälfte), und an jedem der 13 Montage im Zeitraum änderte sich mindestens ein Preis.
  • Hornbach ändert selten und dann in Wellen: Nur an 19 von 81 Verkaufstagen änderte sich überhaupt ein beobachteter Hornbach-Preis, und eine einzige Runde am 15. September brachte 69 % aller Hornbach-Änderungen im Zeitraum. Der Wochentag der Wellen wechselte (im Sommer mittwochs, im Herbst dienstags), einen festen Tag gibt es nach diesen Daten nicht. Das passt zu Hornbachs erklärter Strategie, auf Dauertiefpreise statt kurzfristige Rabattaktionen zu setzen.
  • Bauhaus zeigt keinen stabilen Wochentag: In der ersten Hälfte gab es kaum Änderungen, in der zweiten lag der Montag vorn. Für eine Aussage reicht das nicht.

Für toom weisen wir in dieser Auswertung keine Preiszahlen aus.

Kommen Preisänderungen gleichmäßig oder in Runden?

In Runden. An 60 der 81 Verkaufstage änderte sich irgendwo ein beobachteter Preis, aber rund zwei Drittel aller Änderungen einer Hälfte fielen auf nur fünf Tage (64 % in der ersten, 68 % in der zweiten Hälfte). Für die Preisbeobachtung heißt das: Wer einmal pro Woche nachsieht, sieht die Runde zwar, aber oft Tage später, und kann nicht sagen, ob ein Wettbewerber vor oder nach dem eigenen Artikel reduziert hat. Eine tägliche Beobachtung zeigt den Tag der Änderung und damit die Reihenfolge.

Nicht gehalten hat ein Monatsmuster: Ob Preise eher am Monatsanfang, in der Monatsmitte oder am Monatsende geändert werden, kehrte sich zwischen den beiden Hälften um. Auch die Richtung (Senkung oder Erhöhung) hängt stark davon ab, welche Runde in den Zeitraum fällt; wie viele Änderungen Senkungen sind, steht deshalb im Baumarkt-Monitor für einen festen Zeitraum und nicht hier je Wochentag.

An welchem Wochentag fehlt im Baumarkt am häufigsten Ware?

An keinem bestimmten. Wir haben für 2.441 beobachtete Markenartikel von 194 Marken in 917 Märkten von Hornbach, OBI, Bauhaus und toom (1. August bis 12. Oktober 2026) gezählt, an wie vielen Tagen ein Artikel in einem Markt, der ihn im Zeitraum geführt hat, den ganzen Tag nicht vorrätig war. Dieser Anteil der Fehltage lag an jedem Wochentag von Montag bis Samstag zwischen 2,9 % und 3,2 %. Der höchste Wert lag in der ersten Hälfte am Mittwoch, in der zweiten am Dienstag, mit Abständen von wenigen Zehntelpunkten. Auch je Händler blieb die Spanne klein, und zwischen Monatsanfang und Monatsende gab es kein Muster, das in beiden Hälften hielt.

Anteil der Fehltage je Wochentag: beobachtete Markenartikel in Märkten, die sie führen, Hornbach, OBI, Bauhaus und toom (Quelle: watch.diy)
ZeitraumMoDiMiDoFrSa
01.08.–10.09.20262,9 %3,0 %3,0 %3,0 %3,0 %2,9 %
11.09.–12.10.20262,9 %3,2 %3,1 %3,1 %2,9 %2,9 %

Das deckt sich mit der Studie „Optimal Shelf Availability“ von ECR Europe (2003, mit Roland Berger) für den europäischen Handel: Die Out-of-Stock-Quote unterschied sich zwischen den Wochentagen nur um 0,7 Prozentpunkte. Entscheidend war dort etwas anderes: Freitag und Samstag brachten zusammen 43 % des Wochenumsatzes. Eine Lücke am Samstag ist also nicht häufiger, kostet aber mehr Umsatz als dieselbe Lücke am Dienstag.

Was heißt das für Key Account und Außendienst?

  • Preise der Wettbewerber am Wochenanfang prüfen: Wer montags bis mittwochs auf Änderungen achtet, sieht den größten Teil der Bewegung, bei OBI vor allem montags.
  • Eine Preisrunde als Ereignis behandeln: Fällt bei einem Händler an einem Tag eine ganze Reihe von Preisen, lohnt der Blick auf das ganze Regal und nicht nur auf den eigenen Artikel.
  • Bestandslücken nicht nach Wochentag, sondern nach Markt und Dauer steuern: Weil der Wochentag kaum etwas erklärt, gehört die Energie in die wenigen Märkte, in denen ein Artikel seit Tagen fehlt.
  • Vor dem Wochenende auf lange Lücken achten: Nicht weil Lücken dann häufiger sind, sondern weil Freitag und Samstag die umsatzstarken Tage sind.

Wie man Filialbesuche nach Lücken priorisiert, steht im Ratgeber Außendienst im Baumarkt steuern; wie man Aktionen von dauerhaften Senkungen unterscheidet, in Aktionspreise bei Hornbach, OBI, Bauhaus und toom erkennen.

Was diese Zahlen nicht zeigen

  • Die Stichprobe sind die Markenartikel, denen die Kunden von watch.diy folgen, kein Querschnitt des Baumarktsortiments. Das Ergebnis für andere Sortimente kann anders aussehen.
  • Gemessen ist der Onlinepreis des Händlers. Prospektpreise, die nur in teilnehmenden Märkten gelten, und Preise am Regal können abweichen.
  • Der Zeitraum umfasst Sommer und Frühherbst 2026. Ob das Muster im Frühjahr, in der Gartensaison, genauso aussieht, zeigt erst eine spätere Auswertung.
  • Ein Fehltag ist ein Tag, an dem der Artikel laut Filialbestand des Händlers nicht vorrätig war. Ware im Lager statt im Regal und leere Regale bei gebuchtem Bestand sieht diese Kennzahl nicht.

Wie watch.diy Preis- und Bestandsänderungen zeigt

watch.diy beobachtet die Preise und den Filialbestand Ihrer Artikel und der Ihrer Wettbewerber bei Hornbach, OBI, Bauhaus und toom täglich, mit Preisverlauf, Verfügbarkeit pro Filiale und Export als Excel oder CSV. So sehen Sie, an welchem Tag ein Wettbewerber seinen Preis geändert hat und in welchen Märkten Ihr Artikel fehlt. Mehr auf der Produktseite.

Verwandte Ratgeber: Preisänderungen im Baumarkt überwachen, Out-of-Stock im Baumarkt messen und der Baumarkt-Monitor mit Kennzahlen zu Preisen und Verfügbarkeit. Begriffe wie OOS-Quote erklärt das Glossar. Zitieren mit Quelle „watch.diy, Oktober 2026“ und Link auf diese Seite.

Diese Daten für Ihre Marke sehen

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Quellen

  1. ECR Europe, Optimal Shelf Availability (2003, mit Roland Berger), S. 21: Out-of-Stock-Quote je Wochentag mit 0,7 Prozentpunkten Unterschied, Freitag und Samstag mit 43 % des Wochenumsatzes
  2. HORNBACH Baumarkt AG, Geschäftsbericht 2025/26, Brief an die Aktionäre (S. 6): „auf Dauertiefpreise zu setzen, statt kurzfristige Rabattaktionen auszuloben“
  3. HORNBACH Baumarkt AG, Geschäftsbericht 2025/26 (Stand 28.02.2026): 173 Bau- und Gartenmärkte und drei BODENHAUS-Fachmärkte, davon 100 Standorte in Deutschland
  4. OBI Corporate, Unternehmensseite: „Alleine in Deutschland mehr als 350 Märkte“
  5. BAUHAUS AG, Pressemitteilung vom 08.10.2025: „in Deutschland mehr als 160 Fachcentren“
  6. REWE-ZENTRALFINANZ eG, Finanzbericht 2025 (Konzern-Lagebericht, S. 7): toom Baumarkt und B1 Discount Baumarkt betreiben in Deutschland 267 Märkte, zusätzlich werden 34 Kaufleute und Franchisenehmer beliefert

Filialzahlen nach Angaben der Händler zum jeweils genannten Stand; sie ändern sich durch Eröffnungen, Schließungen und Übernahmen.

Weitere Ratgeber

Begriffe wie Distributionsgrad, OOS-Quote oder Abverkauf erklärt das Glossar DIY-Handel.